Ästhetische Erfahrung durch Atmung - Politische Kunst erleben durch die Nase
Freitag, 17. März, 14 Uhr
Université 8, Paris
département d’études germaniques
Séminaire commun 2022-23 : Sixième sens et quatrième dimension : sensorialités, arts et esthétique
Die zeitgenössische Kunst experimentiert mit neuen Assoziationen und Hierarchien zwischen den fünf Sinnen schafft Synästhesien, rekonfiguriert und definiert die Beziehung des Kunstwerks zu Raum und Zeit neu.
In diesem Vortrag wird untersucht, auf welche Weise Geruchskunst politisch, störend oder auch aktivierend sein kann: Die besprochenen olfaktorischen Projekte befassen sich oft mit Fragen der sozialen Ungleichheit. Die untersuchten Kunstwerke geben den Anstoß, sich des eigenen Atems und seiner Bedingungen bewusst zu werden. Könnte das Atmen in der Kunst und das Wahrnehmen von Kunst über den Geruch mehr Empathie für andere Menschen schaffen, und uns zum Handeln anregen, wenn visuelle Eindrücke einfach nicht mehr ausreichen?